Chronik

Die Gründung des Musikvereins geht auf das Jahr 1924 zurück. Unter schwierigen wirtschaftlichen Verhältnissen haben sich damals junge, musikbegeisterte Männer entschlossen, in Wieden eine Musikkapelle zu gründen.

Sie erwarben acht gebrauchte Musikinstrumente die ihnen von Musikern aus Utzenfeld für 210 Goldmark angeboten worden waren. Doch die Finanzierung war alles anderes als einfach. Trotz das die jungen Musiker ihr gesamtes Ersparnis zusammenlegten reichte das Geld noch nicht. Durch Spenden und Darlehen von dem damaligen Hirschenwirt Lukas Stiefvater und Sägewerkbesitzer Oskar Kappeler konnte die geforderte Summe zusammengebracht werden.

Die Gründer, hinten (v. li), Alfred Karle, Alfred Klingele, Albin Karle, Albert Walleser, Rudolf Schmidt; vorne (v. li): Fridolin Sprich, Isidor Sprich, Leonhard Steck.
Die Gründer, hinten (v. li), Alfred Karle, Alfred Klingele, Albin Karle, Albert Walleser, Rudolf Schmidt; vorne (v. li): Fridolin Sprich, Isidor Sprich, Leonhard Steck.

Gründer und Förderer die nicht zu den aktiven zählten Johann Sprich und Karl Gutmann.

Es begann ein fleißiges Üben und Proben, zuerst stellte sich der Utzenfelder Albert Karle als Dirigent zur Verfügung. Später übernahm der ihm Bergwerk beschäftigte Karl Hummel den Dirigentenstock. Zu dieser Zeit gesellte sich auch der ebenfalls im Bergwerk beschäftigte Matthias Fink aus Bayern dazu. Es wurde intensiv geübt, dass schon an Weihnachten 1924 das erste Konzert der Musiker stattfand.

Mit den Wahlen am 25. Januar 1925 wurde Albert Walleser (Ungendwieden) zum 1. Vorsitzenden gewählt. Das Dirigentenamt übernahm noch im selben Jahr Alfred Klingele. Bereits an Ostern 1925 führte die Musikkapelle ihr erstes Theater im Gasthaus Hirschen auf. Noch im gleichen Jahr fand am 15. August das erste Hammellaufen im Gasthaus Neuhof statt. Diese beiden Ereignissen werden noch Heute traditionell dargeboten. Ein negativ Ereignis erlebten die Musiker beim großen Brand der Neßlerhäuser 1926. Der Baß von Isodor Sprich wurde ein Raub der Flammen. Deshalb wurde für 776 Glasel in Böhmen neue Instrumente gekauft. Dieses unternehmen wurde zum größtenteils durch ein Darlehen finanziert. Zu dieser Zeit fehlte den Musiker bei Auftritten sogar das Geld zu einem Viertel Wein. Am 13. Oktober 1929 zogen die Musiker zum ersten mal mit Uniformen und Schwalbennester aus.
1936 ging es endlich aufwärts. Carl Wölfel, der Repräsentant des Bergbaubetriebes und ein Förderer von Kunst und Musik unterstützte von nun an den Musikverein, der immer noch unter der Leitung von Alfred Klingele stand. Während der schweren Zeiten des zweiten Weltkrieges, indem auch 6 Musikkameraden fielen, unterbrach zunächst einmal das erfolgreiche Vereinsleben. Der Vorsitzende zwischen 1935 und 1946 war Dominik Franz vom ?Eckle?.

Doch schon kurz nach dem zweiten Weltkrieg konnte mit und viel Optimismus und der Genehmigung der französischen Miltärregierung eine erste Versammlung abgehalten werden. Als neuer Vorsitzender wurde Alois Laile gewählt. Als sich die finanzielle Lage im Land besserte, feierte die verjüngte Bergmannskapelle 1949 sein 25jähriges Bestehen. Von nun an ging es trotz der schlechten Zeit stetig bergauf, so dass am 14.4.1952 das erste Konzert mit Theater und den neuen Bergmannsuniformen statt. Zwischen 1957 und 1963 führte Artur Karle als Vorsitzender den Verein. In dieser Zeit wurde die Tanzkapelle unter dem Namen Buremusik gegründet.

Der Musikkamerad Albert Pfändler schrieb zu dieser Zeit: " Rückblickend auf die vergangenen Jahre kann man wohl sagen, daß es für uns Alle Jahre harter Arbeit war, bei denen auch die Enttäuschungen nicht gefehlt haben. Es waren aber auch Jahre des Aufstiegs und der Freude... ."

1963 wurde unter dem Vorsitz von Albert Pfändler neue Bergmannsuniformen angeschafft. In dieser neuen Uniform feierte die Musikkapelle ihr 40jähriges Jubiläum. 1965 begann durch gezielte Jugendarbeit eine neues Kapitel in der Wiedner Musik. Fridolin Behringer leitete die damals jüngste Knabenkapelle im Alemanischen Musikverband. 1968 übernahm Heinrich Behringer das Amt des Vorsitzenden. Den Dirigentenstock übernahm 1971 vom scheidenden Fridolin Behringer Fridolin Asal.

Zu einem unvergesslichen Dorffest gestaltete sich das 50 jährige Vereinsbestehen unter dem Vorsitz von Albert Pfändler, der 1972 Heinrich Behringer ablöste. 1977 gründeten erneut junge Musiker des Vereins eine Tanzmusikabteilung. Sie nannten sich in Anlehnung an den Bergbau ?Die Original Finstergrund Musikanten?, die bis heute unter der musikalischen Leitung von Hubert Behringer steht. Diese Tanzkapelle erfreut sich großer Beliebtheit in der Heimat aber auch im benachbarten Ausland.

Von 1978 übernahm der beliebte Musiker Josef Lais den Vorsitz. Unter seiner Regie fand vom 3.- 6. Aug. 1984 das 60jährige Vereinsjubiläum statt. Von 1988 bis 1992 führte der heutige Bürgermeister Berthold Klingele die Bergmannskapelle als Vorsitzender. Auch beim 65jährigen bestehen fand ein dreitägiges Zeltfest statt. 1992 übernahm Wolfgang Laile für sechs Jahre das Amt des Vorsitzenden. Während dieser Zeit wurde ein Partnerverein aus Buggenum (Niederlande) gewonnen, die auch Partnergemeinde von Wieden ist. 1994 fand ein 4tägiges Zeltfest aufgrund des 70jährigen Vereinsbestehen statt. Der Höhepunkt dieser Jubiläumsfeier war das Showorchester Original Alpenland Quintett aus Tirol.

Nach 25jährigen Stabführung gab Fridolin Asal den Dirigentenstock 1996 an den jetzigen Dirigent Hubert Behringer ab. Unter Fridolin Asal hat sich die Bergmannskapelle zu einem homogenen Klangkörper entwickelt, die noch heute viele Auftritte im In- und Ausland hat.

1997 wurde die Bläserjugend Wieden gegründet. Dies ist heute ein unabhängiger Verein dessen ersten Vorstand Wolfgang Laile war. 1998 übernahm Bernhard Behringer den Vorsitz der Bergmannskapelle und der Bläserjugend. Unter seiner Leitung feierte die Bergmannskapelle 1999 sein 75. jähriges bestehen. 2000 übernahm Rolf Laile den Vorsitz der BMK und Bläserjugend der wiederum 2005 seinen Posten an Andreas Wiesler abgab. Die Blaskapelle besitzt ein vielfältiges Programm mit Klassikstücken, Märschen, Polkas, moderne Rock-Medleys,.... Zu den vielen Auftritten gehört jedes Jahr das Weihnachtskonzert, der Theaterabend, die Dorfhockete, sowie viele Auftritte in benachbarten Gemeinden und Ausland, Kurkonzerte, kirchliche Feierlichkeiten und vieles mehr.

In den achtziger Jahren setzte ein erfreulicher Zustrom an Jungmusiker ein, der bis heute ungebrochen ist. Unter der Leitung von Klaus Dietsche fand das erste Konzert mit der neu gegründeten Jugendkapelle statt. Vor Hubert Behringer, der die Jugendkapelle 1994 übernahm, leitete der Jungmusiker Norbert Asal die Jugendkapelle. 1997 übernahm der damals erst 17jährige Denis Laile die Aufgabe die Jugendkapelle zu Führen. Seit dem Jahr 2007, bis April 2016, führte  Martin Wiesler die musikalische Geschicke der Jugendkapelle. Seitdem steht Sie unter der Leitung von Simon Behringer. Die Jugendkapelle erfreut heuer die Zuschauer mit modernen Medleys, Klassik sowie Märschen und Polkas.

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06.10.2018 BMK Oktoberfest in Wies

24.11.2108 BMK/FGM Barbarafeier in Wieden

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